NKF macht Gemeinden ehrenamtsbewusster

Für die einen ist es ein längst überfälliger Modernisierungsschritt: Bis 2015 soll das kaufmännische Rechnungswesen – im Kirchendeutsch Neues Kirchliches Finanzwesen (NKF) genannt – auf allen Ebenen der rheinischen Kirche eingeführt werden. Für die anderen ist es ein weiterer Sündenfall auf dem Wege zu einer an betriebswirtschaftlichen Grundsätzen orientierten Kirche. Wir von gemeindemenschen.de halten das NKF für eine gute Sache – auch weil es erstmals deutlich macht, welches Gewicht ehrenamtliche Mitarbeit für Arbeitsbereiche in Kirchengemeinden und Einrichtungen hat.

NKF Themenfoto Aktenordner. Foto: Wiggen

Die Buchhaltung der Gemeinden soll zukünftig über das NKF laufen.

Paradigmenwechsel in den Gemeinden

Durch das NKF werde „sehr deutlich zum Vorschein kommen, dass die Evangelische Kirche von ihren ehrenamtlichen Mitarbeitenden lebt“, prophezeit Ursula Witzel, Projektleiterin zur Einführung des NKF in den vier Kölner Kirchenkreisen. Sie selbst ist ehrenamtlich als Finanzkirchmeisterin einer Düsseldorfer Kirchengemeinde tätig – und spricht von einem „Paradigmenwechsel“ in der Wahrnehmung des ehrenamtlichen Engagements. Denn das Neue Kirchliche Finanzwesen schaut nicht länger nur auf Geldströme, also Ein- und Auszahlungen, sondern nimmt alle Ressourcen in den Blick, die nötig sind, um bestimmte Ziele gemeindlicher Arbeit zu erreichen. Dazu zähle „auch die Arbeit der haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden“, so Ursula Witzel.

Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?

Haben Sie schon Erfahrungen mit dem NKF gemacht? Welche Bedeutung haben Ehrenamtliche bei Ihnen in der Kirchengemeinde? Wieviele “Arbeitsstunden” werden bei Ihnen in der Gemeinde von Ehrenamtlichen geleistet? Schreiben Sie uns unten im Kommentarfeld!

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>