Schulung für das Ehrenamt in Bücherein

Mehr als 14.000 Ehrenamtliche engagieren sich in kirchlichen Büchereien allein in Nordrhein-Westfalen. Im gemeindemenschen.de-Interview erklärt die Leiterin der landeskirchlichen Büchereifachstelle, warum die Büchereien auf Ehrenamtliche angewiesen sind und wie sich Interessierte auf dieses Engagement vorbereiten können.

Helga Schwarze

Helga Schwarze ist Leiterin der Büchereifachstelle der rheinischen Kirche.

Frau Schwarze, warum unterhalten evangelische Kirchengemeinden Büchereien?

Weil sie Jung und Alt die Freude am Lesen und an der Sprache näher bringen möchten. Deshalb organisieren Vorlesestunden und Wettbewerbe, richten Leseecken in Kindergärten ein, sie laden zu Lesenächten und Sommerleseclubs und stellen Büchertische für Elternabende zusammen oder gestalten einen Nachmittag für die Frauenhilfe zu Herbstgedichten.

Ohne ehrenamtliches Engagement ist das nicht zu verwirklichen. Finden die Büchereien überhaupt genügend Interessierte für diese anspruchsvolle Tätigkeit?

Ja, und die Zahl ist seit Jahren steigend. Derzeit sind mehr als 1200 Gemeindemitglieder in der evangelischen Büchereiarbeit aktiv. Die einen engagieren sich, weil sie Literatur lieben, andere suchen das Gespräch mit Gleichgesinnten, wieder andere bereiten gerne Veranstaltungen vor oder haben eine Vorliebe für Öffentlichkeitsarbeit.

Wie werden sie auf dieses anspruchsvolle Ehrenamt vorbereitet?

Durch umfassende Schulungen, Studientage und regionale Treffen. Außerdem gibt es Workshops, etwa zum Thema Vorlesen. Zudem bietet die landeskirchliche Büchereifachstelle zusammen mit dem evangelischen Literaturportal der EKD eine zweijährige Ausbildung zur Fachfrau, zum Fachmann für Büchereiarbeit, Literaturvermittlung und Leseförderung an.

Helga Schwarze ist Diplombibliothekarin und leitet die landeskirchliche Büchereifachstelle im Landeskirchenamt der rheinischen Kirche.


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